Praxiserfahrung mit dem Ozone Hyperlink

Der Hyperlink wurde von Ozone als Br├╝cke zwischen Foilkite und Tubekite entwickelt. Er kann sowohl auf Schnee und Wasser als auch auf dem Land eingesetzt werden. Zudem kann man ihn als Open- oder Closed-Cell-Kite verwenden, was durch eine innovative Ventilkonstruktion erm├Âglicht wird. Den Hyperlink V1 gibt es in den Gr├Â├čen 5.0, 7.0, 9.0 und 12.0 Quadratmeter in den Farben Orange, Gr├╝n oder Blau.

Durch die mittlere Streckung und die minimalistische Anzahl an Waageleinen beim Hyperlink macht er dem Piloten den Sprung vom Tubekite zum Foilkite leicht und ist f├╝r jedermann sehr einfach und unkompliziert zu fliegen. Au├čerdem besitzt er ein sehr einfaches Handling mit einer ├╝berzeugenden Flugstabilit├Ąt. Der Kite kann in zwei Bar-Optionen bestellt werden: komplett mit Bar und Bag, oder ohne die Ozone Contact Bar.

Wasser-Einsatz
F├╝r die Verwendung auf dem Wasser ist ausschlie├člich der Closed-Cell-Modus zu empfehlen. Hierbei steht der Hyperlink schon bei wenig Wind stabil am Himmel. Sollte er dennoch einmal ins Wasser fallen, kann er sehr einfach und ohne Probleme wieder relaunched werden. An den Fl├╝gelenden befindet sich ein Drainagesystem, was das Ablaufen von eingedrungenem Wasser erm├Âglicht. Der Hyperlink ist mit einem effektiven Ausl├Âsesystem ausgestattet. Somit ist dieser Foilkite eine gute Alternative zum Tube; nur den Einsatz in der Welle w├╝rden wir nicht unbedingt empfehlen.

Eigenschaften
Wir haben den Hyperlink V1 als 12er-Gr├Â├če bei etwa 11 bis 16 Knoten auf dem Twintip-Board getestet. Schon beim Auspacken sind uns die robuste Waage und das sehr widerstandsf├Ąhige Tuch aufgefallen. Der Start des Hyperlink ist sehr einfach und unkompliziert. Der Kite f├╝llt sich sehr schnell und steht sofort perfekt angestr├Âmt am Himmel. Als Einsteigermodell f├╝r Mattenneulinge oder f├╝r Tube-Piloten, die ins ÔÇ×Mattengesch├ĄftÔÇť einsteigen wollen, ist der Hyperlink also genau das Richtige. Wer einen Kite mit viel Hangtime oder f├╝rs Racefoilen sucht, sollte allerdings lieber auf die hauseigende Ozone Chrono V3 oder sogar den Extremracer R1 V2 zur├╝ckgreifen. Der Hyperlink V1 hatte in dem von uns genutzten Windbereich eine gute Hangtime und eine gute Performance beim H├Âhelaufen. Durch das direkte und gute Gef├╝hl an der Bar wei├č man immer genau, wo der Kite steht, wodurch der Absprung sehr leichtf├Ąllt. Mit weniger Streckung und dem damit vergleichsweise dicken Profil schie├čt der Kite nicht so weit an den Windfensterrand wie Chrono oder R1. Der Hyperlink hat zudem ein gutes Depower-Verm├Âgen, sodass man ihn im Highend sehr lange fliegen kann, ohne die Kontrolle zu verlieren. Nach unserer Erfahrung mit 70 Kilogramm Pilotengewicht geht die getestete 12er-Gr├Â├če ab etwa 11 Knoten auf dem Twintip los. Wir empfanden dabei, dass der Schirm dann schon stabiler steht als mancher Tubekite. Im unteren Windbereich unter 10 Knoten ist der Hyperlink eher f├╝r erfahrene Kiter zu empfehlen, da er dann mehr Softkite-typischen Eingriff ├╝ber die Bar erfordert. So ist der Hyperlink nicht als purer Leichtwind-Kite gedacht.

Die Modi
F├╝r den Einsatz auf Schnee und auf dem Land kann der Hyperlink auf Open-Cell-Modus umgestellt werden. Dabei werden die Rei├čverschl├╝sse der Kammern ge├Âffnet, was recht easy zu bewerkstelligen ist. Im Open-Cell-Modus an der Racebar im Buggy stellten wir fest, dass sich der Hyperlink V1 etwas unruhiger bewegt und man ihn etwas mehr unter Kontrolle halten muss, da er dann nicht so prall gef├╝llt am Himmel steht wie als Closedceller. Ebenso hatten wir den Eindruck, dass im ge├Âffneten Zustand das Lenkver┬şhalten etwas tr├Ąger und der Grunddruck an der Bar minimal weniger ist. Somit wird man den Hyperlink meist geschlossen fliegen und ausschlie├člich im Backcountry ├Âffnen, oder wo man sonst alleine im Highend an Land unterwegs ist.

Szenenwechsel
Maurice ist den Hyperlink im Buggy bei 8 bis 15 Knoten an den 15-Meter-Leinen einer Ozone Racebar geflogen. Trotz der unterschiedlichen Windst├Ąrken lie├č sich der Kite gut kontrollieren. Selbst mit den kurzen Race-Leinen schoss der Kite bei 8 bis 9 Knoten nicht nach vorne und stand dadurch besser am Himmel. Man merkt mehr Grunddruck auf der Bar als bei einer R1 V2, was durch ein direktes Gef├╝hl die Kontrolle vereinfacht. Das Anlenkverhalten ist sehr direkt und man wei├č immer, wo sich der Kite bewegt.

Beim Hyperlink ist das Depower auch bei einem Windbereich ├╝ber 15 Knoten unproblematisch. So haben wir ihn noch bei 18 Knoten im Buggy gefahren, ohne den Adjuster ziehen zu m├╝ssen. Es w├Ąre also m├Âglich, selbst die 12er-Gr├Â├če bis etwa 20 bis 23 Knoten zu beherrschen, was aber vom fahrerischen K├Ânnen und Gewicht des Piloten abh├Ąngt.