Die ersten 10 Jahre des Projekts

Ganz klein hat das Projekt im Jahr 2008 angefangen: Mit leicht flattrigem Herzen und schweißigen Händen packte Initiator Carsten Hokema erstmals die aufblasbare Kirche und jede Menge Drachen ein, um zum internationalen Drachenfest nach Fanø zu fahren. Sämtliche Sorgen waren allerdings unbegründet, denn die Drachenflieger waren sehr freundlich, offen – und viele haben sein Projekt gefördert.

Carsten Hokema, Pastor des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, wollte das Motto „Wir gehen hin“ umsetzen und nicht nur Referate darüber halten. Möglich wurde Ewigkite mit dem Startkapital des Vereins Andere Zeiten in Hamburg. Durch den „Missions­preis“ konnten Wohnwagen, Kirche und erstes Drachenmaterial angeschafft werden. Gleichzeitig stand das Projekt Kirchenschiff der ökumenischen Tourismusseelsorge aus St. Peter-Ording auf dem Siegertreppchen. Seit 2009 feiern sie nun jeweils an Pfingsten einen gemeinsamen Gottesdienst in dem Nordseeort. Das Bemühen beider Projekte ist, dass Mission als etwas Gutes, Erfüllendes und Hilfreiches erlebt wird. Dazu ­Carsten: „Es macht uns große Freude, dort zu sein, wo die Drachensportler sind, und mit ihnen das Leben und unseren Glauben zu teilen. Komm einfach auf uns zu, wenn wir unterwegs sind, und sag ein nettes Wort!“

Entwicklung
Das Material von Ewigkite konnte im Laufe der Jahre immer mehr aufgestockt werden: Zu einfachen Lenkdrachen kamen zugstarke Sportlenkdrachen und Kitesurf-Schirme. Neben der aufblasbaren Kirche steht nicht selten eine Kirchenhüpfburg, die gemeinsam mit dem Kirchenschiff-Projekt betrieben wird. Eine Fahnenkirche, erstellt in monatelanger Handarbeit von der Patchworkgruppe der Gemeinde Esens in Ostfriesland, ist besonders dann bei Drachenfesten zu sehen, wenn der Wind stärker weht. Mithilfe selbstentworfener Windspiele in Form von kleinen Lämmern und Schafen, die Besucher mitnehmen können, konnte das Projekt, welches selbst durch Spenden finanziert wird, bereits 7.000.– Euro für ein Hilfsprojekt von German Baptist Aid in Serbien sammeln. Seit 2015 erfreuen sich die Mitarbeiter an einem von ihnen gemeinsam mit einem professionellen Drachenbauer erstellten Einleinerdrachen, der eine Größe von 96 Quadratmetern hat und eine Weltkarte mit dem Schriftzug „Mit dem Himmel verbunden“ zeigt. Bei der Aktion „Urlaub mit der Ewigkite“ geht es während des Kite Fliers Meeting auf die dänische Nordseeinsel Fanø, mit bisher circa 250 Teilnehmern. Bereits seit 2010 sind die Cracks Pascal Lohmann und Emmanuel Norman mit Kitebuggy, Landboard und Kitesurf-Ausrüstung dabei.

2018
Beim Drachenfest in St. Peter-Ording boten die Ewigkiter erstmals in Kooperation mit Invento-HQ eine Flugschule an und sorgten damit für große Aufmerksamkeit. An allen drei Event-Tagen war immer mindestens ein Mitarbeiter damit beschäftigt, interessierten Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen das Drachenfliegen beizubringen. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr ist der Kitesurf-Lehrer und lutherische Pastor Erik Neumann zum Projekt gestoßen. Erik baut ab 2019 den Kitesurf-Bereich aus und ist dafür mit einer Viertelstelle von der hannoverschen Landeskirche angestellt. Zu Beginn ihres Jubiläumsjahres hatten die Ewigkiter beschlossen, dass sie selbst wieder öfter am Flugfeld zu sehen sein sollten. Durch die dann doch intensive Arbeit rund um die Flightschool kamen die eigenen ­Drachen allerdings leider nicht so oft wie gewünscht an den Himmel. Dennoch ist das gesamte Team sehr dankbar für die zurückliegenden Jahre.