Von der Mother City zu den Spots

Wenn bei uns Winter ist, feiert Südafrika seine legendäre Sommersaison. Da an den Küsten häufig ein kräftiger Wind weht, sind die Spots bei Wind- und Wellensportlern sehr beliebt. In Kombination mit einer atemberaubenden Landschaft entlang der bekannten Garden Route hat das Land eine enorme Anziehungskraft.

Warum fahren so viele Kiter nach Südafrika? Für Flysurfer zum Beispiel ist es wichtig, im Zuge der Produktentwicklung viel zu testen. Vor allem in den letzten 10 Prozent vor der Finalisierung – und gerade im Hinblick auf die Sommersaison in ­Europa. „Der lange Entwicklungsteam-Aufenthalt in ­Langebaan war ein Pilotprojekt“, verrät Ernst Novak, General-Manager der Marke Flysurfer, „und hinsichtlich Input–Output wurde es als sehr erfolgreich bewertet.“ So konnte am neuen Stoke und an der Sonic Race in Südafrika sehr intensiv gearbeitet werden, aber auch die Peak3 und die Clamcleat-Option der Infinity Bar wurden dort finalisiert.

Möglichkeiten
In Bloubergstrand, 20 Kilometer nördlich von Kapstadt, ist ­Kiteboarding ganz groß. Der Sommerwind weht meist aus ­Südost, also parallel zum Strand, und die Wellen bieten sich für erfahrene Kitesurfer an. Das erste Mal gab es dort 1996 ein internationales Kitefestival, und zwar in Bloubergstrand, dem Nachbarort Melkbosstrand und der Salzpfanne Verneuk Pan. Unter anderem waren Peter Lynn, der Erfinder des Kitebuggys aus Neuseeland, und Cory Jensen aus den USA dabei. „Der letzte Buggy-Bash-Trip zur Verneuk Pan fand 2007 statt“, erinnert sich der bereits seit Jahrzehnten in Kapstadt ansässige Deutsche Gert Behrendt, und fügt hinzu: „Ich würde die 700 Kilometer gerne noch einmal raus fahren, wenn ein paar Leute Interesse hätten.“ Sonst fährt er meist in Melkbosstrand oder Van Riebeeckstrand, wo der Strand 100 bis 300 Meter breit und hart ist. Allerdings ist dort auflandiger Wind aus Südwest selten und das Kreuzen mit dem Kitebuggy gegen den südöstlichen Sommerwind anstrengend.