Kitesession in Ingolstadt

Vor Kurzem hat der Kiteboarding Ingolstadt e. V. im Rahmen eines sozialen Projekts Jugendlichen aus dem Peter-Steuart-Waisenhaus das Kitelandboarden ermöglicht. „Dies ist uns ein Herzensanliegen“, sagt der zweite Vorstand Thomas Topp, da einige Vereinsmitglieder selbst in Vierteln mit sozialen Brennpunkten aufgewachsen seien, und er fügt hinzu: „Dabei weiß ich aus eigener Erfahrung, dass heterogen zusammengesetzte Cliquen – sowohl in ethnischer, als auch sozialer Hinsicht – sehr gut funktionieren können, wenn man gemeinsame Interessen verfolgt. Auf diesem Weg hatte ich in meiner Jugendzeit bereits Kontakte zum Peter-Steuart-Waisenhaus in Ingolstadt.“

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Steffen Sachtler, erster Vorstand und Thomas Topp, zweiter Vorstand: „Zuversicht und Lebensfreude sind schlafende Riesen, die wir wecken können. Und das ist uns an diesem Tag gelungen.“

Insbesondere Waisenkinder hatten und haben es im Leben in vielerlei Hinsicht schwer. Aus diesem Grund unterstützen Thomas Topp und seine Familie diese Kinder und Jugendlichen gerne und in regelmäßigen Abständen. Zeitnah nach der Gründung des Vereins Kiteboarding Ingolstadt e. V. haben sie den Leiter des Waisenhauses kontaktiert und ihm mitgeteilt, dass sie gerne seinen Schützlingen die Möglichkeit bieten wollen, den Kitesport kennen­zulernen und erste Erfahrungen mit Schirm und Board zu machen. Der Leiter war sehr angetan von dieser Idee und somit fand das Treffen kurz darauf an einem kalten und klaren Wintertag in der Nähe von Ingolstadt statt.

EinfĂĽhrung
Zu Beginn der Veranstaltung wurden den Jugendlichen – ihnen standen Vorfreude und Spannung ins Gesicht geschrieben – kurz die wichtigsten Punkte der Theorie des Kitelandboardens erklärt sowie grundlegende Sicherheitshinweise vermittelt. Anschließend führte ein Vereinsmitglied einige Fahrten und sogar Sprünge zur Demonstration vor. Danach durften es die Kinder und Jugendlichen selbst ausprobieren. Hierfür wurde ein einfach zu bedienender und sicherer Kite ausgewählt. Damit auch wirklich alle Altersstufen und Gewichtsklassen auf ihre Kosten kamen, packte man eine 6.0 und eine 9.0 Quadratmeter große Flysurfer-Peak2 aus, welche den Aktiven freundlicherweise direkt von Flysurfer für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt wurden. Das war für das Vorhaben von entscheidender Wichtigkeit, da an diesem Tag kaum 6 Knoten Wind herrschten und daher ein Schirm notwendig war, welcher selbst bei wenig Wind gutmütig funktioniert und somit auch für Anfänger gefahrlos zu steuern ist.

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Geselligkeit gehört zu Oberbayern!

Mit der Kraft umgehen
Bereits nach einer kurzen Eingewöhnungsphase trauten sich erste Teilnehmer an mutigere und schnellere Manöver heran. Da diese jedoch einer gewissen Kraft in den Armen und im Körper bedürfen, waren kurze Pausen Pflicht, um keine Unfälle aufgrund von Ermüdung zu riskieren. Die Kinder und Jugendlichen wurden nach dieser kurzen Erholungszeit immer mutiger, sodass auch erste Fahrten auf dem Kitelandboard probiert werden konnten. Insbesondere die dabei zu spürenden Kräfte zauberten den Jugendlichen ein Lächeln ins Gesicht. Das Feedback nach dem Kennenlerntag war daher auch sehr positiv. Dies freute das Team von Kiteboarding Ingolstadt, da mit dieser Veranstaltung offensichtlich erreicht wurde, Kindern, die sonst nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, Motivation, Zuversicht sowie Selbstvertrauen zu geben. Was dies auch belegt, war eine häufig gehörte Frage: „Machen wir das jetzt jeden Sonntag?“ Oder die Aussage: „War ja eine echt geile Veranstaltung!“ Hier konnten die Verantwortlichen nur sagen: „Ja!“ Zwar nicht jedes Wochenende, aber sie planen derartige Aktionen regelmäßig zu wiederholen, denn das von den Jugendlichen gegebene Feedback und deren Freude sind für die Veranstalter ein toller Lohn.“

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Die Oberbayern haben es geschafft! – links Alexander Isl, Stellvertreter: „Den Kindern eine außergewöhnliche Sportart zeigen und eine neue Leidenschaft dafür wecken!“